Und wer nimmt den hund kritik. Und wer nimmt den Hund? Kritik und Trailer

Und wer nimmt den Hund? Film (2019) · Trailer · Kritik · communities.rm.com

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Bei Georg Ulrich Tukur und Doris Martina Gedeck sind das all jene Faktoren, die man als »die üblichen« bezeichnen könnte: Er hat Karriere gemacht als Leiter eines Aquariums in Hamburg, sie hat sich um Haus und Kinder gekümmert. Kaufmann macht immer noch Filme, in diesem Fall direkt fürs Kino. Die Gesprächspartner heißen Doris Martina Gedeck und Georg Ulrich Tukur. Der Versuch, die Trennung mit einer gemeinsamen Therapie gütlich zu regeln, geht allerdings gründlich schief, weil alles Unausgesprochene und Verdrängte endlich auf den Tisch kommt. Das können auch Martina Gedeck und Ulrich Tukur nicht wettmachen. Für Doris ist das Maß damit voll und die Ehekrise schlittert geradewegs in die Scheidung.

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Kritik zu Und wer nimmt den Hund?

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Doris Martina Gedeck und Georg Ulrich Tukur scheinen eine glückliche Ehe zu führen. Weil natürlich keine Frau mehr das Heimchen am Herd gibt, das nach dem Abitur der Jüngsten sich verpuppt und als schöner Schmetterling in eine neue Freiheit fliegt. Was sich, natürlich, als schöne Illusion erweist. Vielleicht abgesehen davon, dass es sich noch weniger als andere Scheidungsdramen entscheiden kann, ob es nun Tragödie oder Komödie, realistisches Beziehungsdrama oder satirische Entliebungsschmonzette sein will. Georg und Doris sind seit gut einem Viertel-Jahrhundert verheiratet, haben Kinder groß gezogen und leben in einem ansehnlichen Vorstadt-Häuschen. Das Familienleben im Allgemeinen schließt einen ja leider aus der Zielgruppe so ziemlich sämtlicher Filme aus, in denen es um Familie geht. Bis dahin galten Doris und Georg als Abziehbild eines glücklichen Paars der Hamburger Mittelschicht.

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Und wer nimmt den Hund?

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Aber man will ja nicht nur toben, man will auch etwas verstehen. Das taugt eigentlich — intellektuell, filmisch und gesellschaftspolitisch — nur noch als nostalgisches Menetekel für den durchschnittlichen Konsumenten des linearen Mittwochabendfernsehens. Dank Martina Gedeck und Ulrich Tukur ist das bis zum Schluss verschmerzbar. Doch dann lernt Georg die junge Laura Lucie Heinze kennen. Neben der guten Unterhaltung gibt es als Abschlussbonus den Hinweis, worauf sich eine Familie immer einigen kann und eine Antwort auf die Frage, ob der blaue Ball der Liebe ins Ziel führt. Trennungen gibt es im Kino und auch im Fernsehfilm häufig, Regissuer Rainer Kaufmann suchte sich also kein Thema aus, das man unbedingt auf der Großbildleinwand erleben muss.

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Und wer nimmt den Hund?

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Das Gefühl, zu kurz gekommen zu sein Diese Grundkonstellation funktioniert wie ein fesselndes Kammerspiel, das sich auf zwei in ihrer jeweiligen Wahrnehmung zu kurz gekommene Charaktere konzentriert, entfaltet im zweiten Teil aber eine Dynamik, die auch in die eingeschlafene Beziehung der beiden allmählich zurückkehrt. Georg und Doris wohnen in einem schicken Klinkerbungalow in einem beschaulichen Teil von Hamburg. Was folgt, ist ein emotionales Auf und Ab zwischen vernünftigem Gespräch und deftiger Rachelust, nostalgischer Rückschau und kritischer Bestandsaufnahme, radikaler Entfremdung und zögerlicher Wiederannäherung. Man will es sich ja nicht mit dem Zuschauer verderben. An ihrer Seite spielen , , , und. Warum soll man sich — es sei denn, man leidet unter einem eklatanten Mangel an Selbsterkenntnis und -ironie — im Kino anschauen, was den normalen bürgerlichen Alltag unerträglich macht? Trotzdem gibt es neben bedrückenden Szenen auch herrliche Schmunzelmomente, so dass der Humor nicht zu kurz kommt. Von einem Rosenkrieg zwischen dem ehemaligen Paar ist nach wie vor nichts zu merken.

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Und wer nimmt den Hund?, Trailer, DVD, Filmkritik

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Rauhaus hat dafür das Bild der Aurelia aurita, der Ohrenqualle gewählt. So genannte 'Spoiler' sollten vermieden werden. Patrick Holzapfel - Deutschland 2019 - Regie: Rainer Kaufmann - Darsteller: Martina Gedeck, Ulrich Tukur, Giulia Goldammer, Lucie Heinze, Marcel Hensema - Laufzeit: 89 Minuten. Schade, dass der Film sich aus diesem Fundus viel zu vorsichtig bedient. In der gemeinsamen Zeit bei Dr. Ihm fehlt die frühere Leichtigkeit und Spontaneität, sie vermisst Aufmerksamkeit und Interesse.

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Komödie „Und wer nimmt den Hund?“: Weiße und schwarze Bälle

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Doris Martina Gedeck und Georg Ulrich Tukur sind nach einer langen und vorwiegend guten gemeinsamen Zeit in einer besonderen Situation. Doch Regisseur Rainer Kaufmann leitet seine Stars zu ausgesprochen giftigem Spiel an, in dem sie ihren Charme und ihren Humor niemals einsetzen können. Von mir gibt es die Empfehlung zum Anschauen. Man ertappt sich, wenn man so einmal die normale Familienrunde durchhat Liebe, Kinder, Ehe, Liebe, Ehe , nämlich dabei, dass man das ziemlich unerträgliche Gefühl hat, bloß nachzuerleben, was Schauspielerinnen und Schauspieler in mindestens einem Dutzend Filmen durchgemacht haben, mit viel lustigeren oder böseren oder tragischeren Dialogen. Als sie ihren neuen Lebensweg mit einem Lover garniert, meldet der scheidende Gatte plötzlich Besitzansprüche an und ergeht sich in Eifersuchtsanfällen, die sich ganz bodenständig im Demolieren des Luxuswagens seines Rivalen entladen können. Es ist das Auge des Betrachters. Also entschließen sich die beiden — ganz zivilisiert — zu einer Trennungstherapie.

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Dann gibt es noch zwei Kinder, die in ihrer Überzeichnung lustig sein sollen und den titelgebenden Hund, der sogar stirbt, um die Familie wieder zusammenzubringen. Doch für beide fangen die Probleme damit erst an… Kleines Setting, große Emotionen: Das Genre der Streitkomödie hat in den vergangenen Jahren einige starke und vor allem lustige Filme hervorgebracht. Schafft es Georg, alles wieder zum Guten zu wenden? Doch bei der neuen Liebe ihres Noch-Mannes ziehen erste dunkle Wolken auf, während Doris ohne ihn aufblüht. Visuelle Komik suchen wir vergebens. Denn schon bald übernimmt in diesem Minenfeld von Verletzlichkeiten das Herz die Regie. Seit einem Vierteljahrhundert sind sie verheiratet. Haben Sie jetzt schon gegähnt? Doris Martina Gedeck hatte ihren Beruf aufgegeben, war nur für Mann und Kinder da, doch Georg Ulrich Tukur hat sich in der Midlife-Crises in eine sehr viel jüngere Frau verliebt, die ihn allerdings vollkommen überfordert.

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